Nachdem ich soviele besorgte e-mails bekommen habe, muss ich doch mal wieder etwas posten (sorry, dass es immer etwas laenger dauert.)
Also mir geht es gut, ehrlich gesagt geht es mir sogar sehr gut.
Ich bin weder vom Buschfeuer noch von Hochwasser bedroht, eher vom Austrocknen. Heute ist der 1. Herbsttag, aber davon ist nicht wirklich viel zu spueren. Seit einer Woche haben wir taeglich ueber 30 Grad und naechste Woche soll es noch heisser werden. Schoen, ne :).
Aber zurueck zu den Katastrophen hier in Australien. Ich hatte ja keine Ahnung, dass in Deutschland soviel darueber berichtet wird. Als sich die Lage in Victoria mit den Buschfeuern zugespitzt hat, war ich mit meiner Schwester in Melbourne, also nicht wirklich weit davon entfernt. Dort wurde im Fernsehen ueber nichts anderes mehr geredet und in Laeden, auf den Strassen und sogar am Flughafen konnte man fuer die Opfer Geld spenden.
Obwohl wir so "nahe" waren, waren wir jedoch zu keiner Zeit bedroht. Vom Flugzeug aus haben wir ein paar Rauchschwaden gesehen, aber der "brennende Busch" ist doch etwas weiter ausserhalb (Australien ist schliesslich ganz schoen gross).
Es ist schon sehr frustrierend zu sehen, dass es dort unten im Sueden so trocken ist und der Norden von Queensland im Wasser ertrinkt. Und doch so schwierig, traurig und frustrierend diese ganze Situation ist, so ist es doch ermutigend zu sehen, wie die Menschen in solchen Situationen zusammenhalten und teilweise ihr letztes Hemd fuer andere geben.
Irgendwie schade, dass wir Menschen (damit meine ich in erster Linie mich, ich bin viel zu oft unzufrieden, aber ich beobachte es doch auch bei anderen :) ) erst in schwierigen oder lebensbedrohenden Situationen lernen Leben (und Besitz) zu teilen und wertzuschaetzen.
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